Aus diesem Grund kriegen Sie nie wieder einen Job in Ihrer Branche!

Unglaublich aber wahr: die Methode der verbrannten Erde scheint immer noch aktuell in unserer Geschäftswelt zu sein.

Vor einigen Tagen habe ich in einem technischen Forum einen Diskussions-Thread von einem Programmierer gelesen, welcher von seiner Firma entlassen wurde. Er hat im ganzen Forum lauthals seine Wut an sämtlichen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden ausgelassen – kein Stein blieb mehr auf dem anderen stehen. Alle, die mit dem Unternehmen irgendwie zu tun hatten, wurden regelrecht durch den Dreck gezogen. Eine widersprüchliche Aussage folgte der anderen und zum Schluss kam die Behauptung, man solle sich nicht aufregen, es sei ja nur ein Witz. Wie bitte? Ein Witz?

Ich weiss aus Erfahrung, dass einige Programmierer blühende Egos kultivieren und von Zeit zu Zeit ziemlich unangenehm werden können, ganz besonders dann, wenn eben dieses Ego angekratzt wird. Heute, in der modernen Geschäftswelt, sind solche Ego-Trips ein Anachronismus und alles andere als akzeptabel. Eine solche Einstellung ist problematisch und fügt anderen Personen und dem Unternehmen Schaden zu, Witz hin oder her.

Würden Sie jemanden einstellen, der seine ex-Firma öffentlich durch den Dreck zieht? Vielleicht würden Sie es sogar tun, ganz sicher würden Sie es aber irgendwann bereuen.

Ich kenne diesen Programmierer nicht persönlich und möchte ihm hier auf keinen Fall ein Podium geben, aber ich denke, dass ein solches Verhalten ganze Bände spricht. Die Firma muss sich jetzt mit PR Massnahmen um eine Entkräftung der negativen Aussagen bemühen und vermehrt Imagepflege betreiben. Das ist keine beneidenswerte Position, weder für das Unternehmen noch für die verbleibenden Mitarbeiter.

Es verhalten sich lange nicht alle Firmen korrekt – und auch viele Kollegen nicht. Bossing und Mobbing sind nach wie vor quer durch die Wirtschaft anzutreffen. Das ist aber noch lange kein Grund, mit einem Mega-Knall das Unternehmen zu verlassen und alle Brücken hinter sich niederzubrennen. Die grosse Mehrheit wird so etwas auch nie tun. Wer es mit seiner Firma nicht auf die Reihe bringt, konzentriert sich am Besten auf die Zukunft, macht eine saubere Projektübergabe, wünscht den verbleibenden Kollegen alles Gute und schaut nach vorne. Und wer weiss, vielleicht sieht man sich ja wieder?

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